Es wird wieder mit LSD geforscht…

Dem Probanden wird um acht Uhr im Basler Universitätsspital eine Kapsel gereicht. Darin sind 100 Mikrogramm Lysergsäurediethylamid, (LSD). Drei Stunden später wirkt die psychoaktive Substanz in ihrem vollen Umfang. Die Realität ist verzerrt. Er sieht kaleidoskopische Muster in allen Farben, der Raum wirkt endlos, die Zeit zieht sich in die Länge oder zieht sie sich zusammen. Der Proband kann es nicht sagen. Er wird gebeten die Augen zu schliessen, während sein Gehirn gescannt wird. Nur, er weiss nicht ob seine Augen geöffnet sind oder nicht, da er voll auf dem LSD-Trip ist.

Die Studie konzentriert sich unteranderem darauf, wie Bewusstseinsveränderungen die Aktivität des Gehirns beeinflussen.

Hinter dieser Forschung mit 24 Probanden steht der klinische Pharmakologe Matthias Liechti. Für Liechtis Forschung interessieren sich viele Drogenbefürworter und die Pharmaindustrie, die dieses Projekt mitfinanziert und auf eine Zulassung von psychoaktiven Substanzen hoffen. Wie wenn es nicht schon seit den 60er Jahren, als die Droge auf den Markt kam, extensiv von den USA erforscht wurde. Auch Deutschland und andere Länder haben LSD-Forschungen betrieben.

«Motherboard» berichtet, dass nun Microdosing von LSD erstmals in einer grossen wissenschaftlichen Studie untersucht wurde. Wie der Name schon vermuten lässt, geht es beim Microdosing darum, in regelmässigen Abständen winzige Dosen LSD zu konsumieren. Genau hier kommt Jim Fadiman ins Spiel, ein Pionier der psychedelischen Forschung.

Interessanterweise merkte Fadiman an, dass Microdosing bei den Probanden, die aufgrund ihrer Angststörungen an der Studie teilnahmen, weniger effektiv war. Die LSD-Mikrodosen schienen ihre Angst sogar noch zu intensivieren. Die Teilnehmer, 418 Freiwillige – 284 Männer, 126 Frauen.

Seit zwei Jahren erforscht ein Team der Universität Basel die Wirkung von LSD auf gesunde Menschen.

Hier ein Kommentar der EgD (Eltern gegen Drogen) dem wir uns nur anschliessen können.

«Es grenzt an Scharlatanerie, wenn die Schweiz, stolz auf ihre Pionierrolle, Bewilligungen erteilt, um sogar gesunden Menschen das höchst gefährliche Rauschmittel LSD abzugeben. Dass diese Studien nicht nach wissenschaftlichen Kriterien durchgeführt wurden, zeigen die geringen Zahlen von 12 und 20 Teilnehmenden. Wo bleibt hier der Protest der Politiker/-innen, der Ethikkommission, der Kommission für Menschenrechte?»

Von Edy Ender