Wurde uns die Wahrheit über die Suchtgefahr von Marihuana erzählt?

In den ganzen USA wird Marihuana legalisiert. Staat für Staat. Legalisiert zuerst für die Medizin, später für den Freizeitgebrauch. Viele Millionen Dollar wurden ausgegeben, um Amerikaner davon zu überzeugen, dass es für alle gut wäre, Marihuana zu legalisieren. Die Wähler müssen geglaubt haben, dass diese Argumente begründet waren, als sie mit “Ja” stimmten. War dieser Glaube wohlbegründet? War den Amerikanern die Wahrheit über diese Droge erzählt worden, während sie die Artikel, Anzeigen und Plakate lasen, welche die Legalisierung förderten?

 Ich fragte einen ehemaligen Marihuana-Benutzer nach seiner Haltung, ob Marihuana süchtig machte, seine Antwort: “Auf jeden Fall macht Marihuana süchtig, seit 15 Jahren habe ich bewiesen, dass es so ist.”

Er erklärte, wie er vor 15 Jahren begann. Es gab damals im Wesentlichen eine Sorte Marihuana. Jetzt ist es viel einfacher Marihuana in höherer Konzentration zu bekommen – und mit steigender THC-Konzentration, steigt auch das Suchtpotenzial. Was ist passiert, als er versucht hat aufzuhören? “Ich bekam körperliches Verlangen, dem ich nicht widerstehen konnte, und habe weiter Marihuana genommen. Ich wollte seit 5 oder 6 Jahre aufhören und war nicht erfolgreich dabei. “

Auf die Frage, was für ihn der schlimmste Aspekt der Marihuana-Sucht war? “Ich sagte mir, dass es mir gut ging, aber das war natürlich nicht wahr. Marihuana nimmt einem den Ehrgeiz, nimmt einem den Tatendrang und die Fokussierung wird extrem eingeschränkt. Es schädigt auch Ihre Lunge. Ich kann auch 100% garantieren, dass es Ihr Gedächtnis beeinflußt. Das Schlimmste war, wie es meine Erinnerungsfähigkeit beeinträchtigte. Meine Fähigkeit, Probleme schnell zu lösen, ging zurück. “Tatsächlich suchten im Jahr 2015 138’000 Personen freiwillig eine Behandlung gegen Marihuana.

Marihuana in Zahlen

Eine Studie, die 2015 veröffentlicht wurde beweist, dass einige erzählte Geschichten von den Befürwortern der Pro-Legalisierung weniger als zutreffend waren. Tatsächlich war die Rate der Abhängigkeit unter Marihuanakonsumenten viel höher, als die von Pro-Marihuana-Gruppen angegebene Zahl.

 

Was war die akzeptierte Statistik zur Sucht vor dieser Studie?

Die meisten Leute waren sich ziemlich lange einig, dass etwa 9% derjenigen, die Marihuana als Erwachsene konsumierten, davon abhängig wurden. Sogar NORML (Nationale Organisation für die Reform der Marihuana-Gesetze) zitierte diese Statistik auf ihrer Website.

Wenn jemand anfing als Jugendlicher Marihuana zu konsumieren, war die akzeptierte Rate 17% oder einer von sechs jungen Leuten. (Obwohl NORML diese Statistik in ihren Artikeln zu übersehen schien)

Wie vergleichen sich diese Zahlen mit dieser neueren Studie?

Diese neue Studie, die im Jahr 2015 veröffentlicht wurde, verglich die Ergebnisse zweier Erhebungen über Drogen- und Alkoholkonsum. Diese Erhebungen wurden in den Jahren 2001-2002 und 2012-2013 durchgeführt.  Die Forscher konzentrierten sich ausschließlich auf Veränderungen in der Rate des Marihuanakonsums und der Abhängigkeit in diesen beiden Zeiträumen.

In der früheren Umfrage stellten die Forscher fest, dass 4,1% der befragten Bevölkerung aktuell Konsumenten von Marihuana waren.

In der zweiten Umfrage waren 9,5% der Befragten Marihuanakonsumenten. Mit anderen Worten, die Verwendung von Marihuana hat sich in diesen elf Jahren mehr als verdoppelt.
Die Umfrage stellte auch Fragen, um festzustellen, ob die Befragten süchtig nach dieser Droge waren. Mit anderen Worten: Haben sie durch die Verwendung dieser Droge Schaden in ihrem Leben erlitten und konnten sie es nicht mehr absetzen, wenn sie es wollten? In der früheren Umfrage wurde diese Abhängigkeit bei 1,5% der Befragten festgestellt. In der späteren Umfrage wurde eine Abhängigkeit von 2,9% der befragten Bevölkerung festgestellt. Auch hier hat sich die Häufigkeit dieses Problems nahezu verdoppelt. In beiden Umfragen lag die Prävalenz der Abhängigkeit von Marihuana bei den Nutzern bei rund einem Drittel. Die Prävalenz sank leicht von 35,6% im Zeitraum 2001-2002 auf 30,5% im Zeitraum 2012-2013.

Macht Marihuana süchtig?

Die Wahrheit ist, ja, es kann sein. Obwohl nicht alle Benutzer eine körperliche Abhängigkeit zu Marihuana entwickeln, erleiden die meisten Nutzer eine Reihe von negativen Auswirkungen durch dessen Verwendung. Während die körperliche Abhängigkeit von Marihuana nicht üblich ist, sind die Auswirkungen seiner Verwendung weit verbreitet und unter den starken Nutzern konstant.

Marihuana-Gebrauch kann zur Sucht führen. Während Sucht in der Mehrheit nicht auftritt, können die Auswirkungen des gewohnheitsmäßigen Gebrauchs, verheerend sein.

Die Verwendung bei Jugendlichen hat fast das Doppelte des Suchtrisikos. Viele Studien zeigen zeigen kognitive Beeinträchtigungen und die Unfähigkeit, komplizierte Aufgaben auszuführen. Marihuana-Benutzer haben auch Schwierigkeiten Arbeit zu finden.

Ob Marihuana süchtig macht oder nicht, ist nicht der Punkt. Es ist ein Stoff mit einem hohen Potenzial für Missbrauch und kann negative Auswirkungen auf die Gesundheit und schwere Folgen für diejenigen die es verwenden, verursachen. Viele der gesellschaftlichen Auswirkungen von Marihuana, wie die Unfähigkeit Arbeit zu finden, sind identisch mit Problemen, die durch andere Drogen verursacht werden.

Wenn es beim Gebrauch von Marihuana so weit kommt, dass es das Potenzial im Leben einschränkt und negative Auswirkungen hat, — ist es an der Zeit, Hilfe zu suchen. Letztendlich hat jeder von uns das Potenzial, ein wahrhaft glückliches Leben zu führen, ohne sich auf eine Substanz, wie Marihuana oder sonst was verlassen zu müssen.

 

Unsere-Situation mit Marihuana im Jahr 2017

Seitdem diese Umfrage durchgeführt wurde, haben neun weitere Staaten die medizinische Verwendung dieser Droge legalisiert. Sechs weitere Staaten haben die Freizeitnutzung von Marihuana legalisiert. Die Chancen sind sehr gut, dass bei einer erneuten Befragung die Nutzungsrate wieder steigen könnte.

Wenn wir Entscheidungen treffen, um die Verwendung von Marihuana weitestgehend zu legalisieren, ist es wichtig, die genauesten Informationen in der Hand zu haben, bevor wir unsere Stimmen abgeben.

 

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